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20. Juni 2018
Der Startschuss für Projekt Regiopa fiel bereits im Januar auf dem Nordhorner Neujahrsempfang. Inzwischen wurde die 1. Halbzeit der Baumaßnahmen erfolgreich beendet. Die Bahnhöfe in Neuenhaus und Bad Bentheim werden zum Herbst dieses Jahres die Türen öffnen und die Bewohner zum verweilen einladen. Zur „Halbzeit“ lud die Bentheimer Eisenbahn AG neben Politik auch Anwohner und ausführende Baufirmen zum Fest ein. Leif Borgmann von der Musikschule Neuenhaus sorgte mit Gitarre und Gesang für musikalische Untermalung. Begrüßt wurden die Gäste von Profi Fußball-Freestyler und Neuenhauser Adrian Fogel.

Projekt Regiopa ist nicht nur für die Bentheimer Eisenbahn AG von großer Bedeutung, auch für die Region geht ein großer Wunsch in Erfüllung. Die Grafschaft wird wieder an den Schienenpersonennahverkehr angebunden und Nordhorn wird als letzte Kreisstadt mit über 50.000 Einwohnern an den Bahnverkehr angeschlossen. Projekt Regiopa liefert die Antwort auf das veränderte Mobilitätsverhalten der Gesellschaft – umweltfreundlich und flexibel mobil zu sein.

„Langfristig wird die Mobilität in der Region verbessert“, sagt auch Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Dr. Bernd Althusmann. „Wir gehen davon aus, dass die Reaktivierung dieser Zugstrecke ein Riesenerfolg wird“, ergänzt Althusmann. Am Freitagnachmittag machte sich der Minister selbst ein Bild des Baufortschritts am Neuenhauser Bahnhof und betonte, dass Projekt Regiopa ein gutes Beispiel dafür sei in einem kurzen Zeitraum etwas Bedeutendes zu schaffen.

Neben Bernd Althusmann waren zahlreiche politische Vertreter der Grafschaft nach Neuenhaus eingeladen die „Halbzeit“ zu feiern. „Vor 122 Jahren entstand die Idee mit dem Zug durch die Grafschaft zu fahren. Diese Idee legt nun den Grundstein für die Reaktivierung nach einer 40-jährigen Pause“, betont Landrat Friedrich Kethorn. Der Bürgermeister der Samtgemeinde Neuenhaus Günther Oldekamp freut sich auf einen modernen Bahnhof, der zu einem Ort der Identifikation wird – ein Ort, an dem sich die Menschen treffen, gerne aufhalten und sich vor allem wohlfühlen. „Projekt Regiopa stärkt den ländlichen Raum, wirtschaftlich und touristisch“, so Oldekamp. Auch Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzender der Bentheimer Eisenbahn Reinhold Hilbers betonte die Wichtigkeit des Bahnschlusses als Standortfaktor im Wettbewerb mit anderen ländlichen Regionen.

Zu guter Letzt übernahm der Verkehrsminister die Führerkabine des Schienenbaggers und setzte – mit etwas Unterstützung des Baggerfahrers – die zwei Schienenstücke perfekt ins Gleis und vollendete so den symbolischen Lückenschluss.
 
Zugverkehr bis nach Emmen gefordert
Vor der „Halbzeit“ am Bahnhof Neuenhaus unterzeichneten führende Vertreter des Landkreises Grafschaft Bentheim und der niederländischen Provinz Drenthe im Rathaus von Neuenhaus eine gemeinsame Erklärung zur Reaktivierung des grenzüberschreitenden Schienenpersonennahverkehrs Rheine-Emmen. Bis 2025 soll der Schienenpersonenverkehr auf dem BE-Gleis über Emlichheim und Coevorden bis nach Emmen weitergeführt werden.
  Die Unterzeichner setzen sich in der Erklärung gemeinsam für eine Bahnverbindung ein, die die Grenzregion enger verbindet und für die deutsche sowie die niederländische Seite zusätzliche wirtschaftliche, touristische und nachbarschaftliche Anreize gibt. Die Reaktivierung der Strecke Emmen – Coevorden – Emlichheim – Rheine „ECER 2025“ schafft eine Verbindung der Kontenpunkte Rheine und Emmen. In einer Studie wurde bereits großes Fahrgastpotenzial für diese Verbindung festgestellt.

Die Grenzregion wirbt mit der Erklärung um Unterstützung für das zukünftige Projekt. Die Erklärung liefert den Grundstein für eine aktive Lobbyarbeit bei der Landesregierung in Hannover und der niederländischen Regierung in Den Haag.
Nach der Unterzeichnung wurde die Erklärung von Landrat Friedrich Kethorn und dem Deputierten der Provinz Drenthe, Henk Brink, an Verkehrsminister Bernd Althusmann übergeben. Die grenzüberschreitende Bahnverbindung öffnet für die regionale Entwicklung viele Chancen, wirtschaftlich und touristisch.
„Dieses Projekt muss gelingen“, sagt Minister Althusmann. „Grenzüberschreitende Mobilität und Infrastruktur seien wichtig für Europa führt er weiter aus.
Die Bahnverbindung soll bis zum Jahr 2025 realisiert werden. Die Initiatoren hoffen auf eine deutsch-niederländische Regierungsvereinbarung, die noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht wird. Unter Federführung des Landkreises Grafschaft Bentheim und der Provinz Drenthe soll nun ein niederländisch-deutscher Lenkungskreis ins Leben gerufen werden, um den Informationsfluss zu sichern, Marketingstrategien zu erarbeiten und Möglichkeiten der Finanzierung zu prüfen.