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26. August 2020
Die Reaktivierung der Strecke von Bad Bentheim nach Neuenhaus im Juli 2019 war ein voller Erfolg. Nun soll in einer Machbarkeitsstudie untersucht werden, ob eine Reaktivierung und ein Teilneubau der Eisenbahnstrecke von Bad Bentheim nach Gronau sowie ein weiterer Haltepunkt im Gronauer Stadtosten sinnvoll ist. Unter Federführung der Bentheimer Eisenbahn AG sowie werden die Landkreise Borken und Grafschaft Bentheim sowie Städte Gronau und Bad Bentheim damit das Institut für Verkehrswesen, Eisenbahnbau und –betrieb der Technischen Universität Braunschweig zeitnah beauftragen. Auf nordrhein-westfälischer Seite sind auch die Zweckverbände Münsterland und Westfalen-Lippe beteiligt. Sie alle unterstützen und finanzieren die Machbarkeitsstudie gemeinsam. Die Städte Gronau und Bad Bentheim sollen durch die neue Nord-Süd-Verbindung zu besseren Knotenpunkten im Eisenbahnnetz werden. Gronau profitiert dadurch von einer besseren Erreichbarkeit der Strecke Amsterdam nach Berlin und auch von der neuen Strecke von Bad Bentheim nach Neuenhaus. Bis zum Jahr 2024 ist geplant, die Bahnstrecke der Bentheimer Eisenbahn AG, die aktuell von Bad Bentheim über Nordhorn nach Neuenhaus führt bis nach Coevorden und Emmen zu verlängern. Für die Bewohner der Grafschaft Bentheim bestünde dann nach einer Reaktivierung eine bessere Anbindung über Gronau an das Eisenbahnnetz in Richtung Enschede, Münster oder Dortmund. Rund drei Monate sind für die Machbarkeitsstudie angerechnet, dann soll ein erstes Ergebnis vorliegen. Sobald alle Gremien und Verbände getagt haben, kann die Studie in Auftrag gegeben werden. „Projekt Regiopa war ein voller Erfolg in der Grafschaft Bentheim. Vor dem Hintergrund des Mobilitätswandels und des Klimaschutzes sind derartige Reaktivierungsprojekte für die Zukunft enorm wichtig“, erklärt BE-Vorstand Joachim Berends. „Zudem tragen diese Projekte einen großen Teil dazu bei, das Ziel einer Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene zu erreichen und dafür müssen ländliche Regionen eine bessere Schienenanbindung an größerer Städte bekommen“, betont Berends. „Mit der Förderung des Bundes für die Reaktivierung ehemaliger Strecken und dem damit verbundenen Ziel, die Klimaziele in Deutschland einzuhalten, tragen insbesondere solche Projekte positiv bei, die eine starke Vernetzung in den Regionen erzielen“, so Stefanie Kersten vom Landkreis Grafschaft Bentheim. Der Lückenschluss in Gronau schafft einen großen Wurf zum Erreichen eines Gesamtsystems und einer durchgängigen Verbindung in der Region Borken/ Steinfurt und der Grafschaft Bentheim. „Aus der Region Gronau gibt es viele Menschen, die täglich Richtung Grafschaft Bentheim fahren und aufgrund einer fehlenden Verbindung auf das Auto angewiesen sind. In dem Lückenschluss steht die große Chance, beide Regionen wieder stärker zu Verbinden und daraus ökonomische und ökologische Vorteile zu generieren“, so Bürgermeister Doetkotte von der Stadt Gronau. „Die Entwicklungen in Nordrhein-Westfalen zeigen eine deutliche Richtung, nämlich die Stärkung des öffentlichen Verkehrs in den kommenden Jahren, davon sollten auch die Kreise Borken und Steinfurt sowie die Grafschaft Bentheim profitieren“, sagt Frau Dr. Schwenzow vom Landkreis Borken „Das Ziel der Bundesregierung bis 2030 die Fahrgastzahlen im Fernverkehr der Deutschen Bahn zu verdoppeln kann nur dann erfolgreich gelingen, wenn auch die potentiellen Zubringerstrecken gestärkt und ausgebaut werden, dazu zählt auch der Lückenschluss zwischen Bad Bentheim und Gronau“, so Dr. Pannen Bürgermeister der Stadt Bad Bentheim.