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18. Juni 2021
Der Kreis- und Fraktionsvorsitzende der Grafschafter CDU, Reinhold Hilbers, Finanzminister des Landes Niedersachsen, hat sich in den Räumen der Bentheimer Eisenbahn gemeinsam mit Vorstand Joachim Berends zu wesentlichen Verkehrsthemen ausgetauscht. Die Bentheimer Eisenbahn, bei der Hilbers bis 2018 Aufsichtsratsvorsitzender war, nimmt für die notwendigen Maßnahmen einer sozial-, wirtschafts- und klimapolitischen Ausrichtung der Verkehrspolitik, eine wichtige Funktion in der Grafschaft ein, so Hilbers. Weichenstellungen können nur gemeinsam mit den Menschen in der Region erreicht werden. Die Bentheimer Eisenbahn ist für den Landkreis Grafschaft Bentheim das strategische Unternehmen, wenn es um die Entwicklung und den Ausbau öffentlicher Mobilitätsangebote und klimafreundlichen Güterverkehr geht. Dabei stellte er heraus, dass nicht jede Mobilitäts- und Transportanforderung sich in Zukunft nicht allein über das derzeit umweltfreundlichste Verkehrsmittel darstellen lasse. Es bedarf geeigneter Lösungen, um Vernetzung zwischen den Verkehrsträgern Schiene – Straße und Binnenschiff, zwischen Eisenbahn, Auto, Fahrrad und Bus herzustellen. Versorgungssicherheit und Planbarkeit für die Menschen in der Region ist das Maß aller Dinge, was die CDU nicht aus den Augen verlieren darf. Um diese Sicherheit und Planbarkeit auch unter klimapolitischen Zielsetzungen zu gewährleisten, sind neue und zukunftsfähige Konzepte aller Beteiligten notwendig, die Politik muss dafür die Rahmenbedingungen schaffen und die Wirtschaft im Rahmen der Veränderungsprozesse unterstützen. Dass die Menschen in der Region selbst Verantwortung für ein klimafreundliches Verhalten übernehmen, kann man heute schon an vielen Stellen feststellen, so Joachim Berends. Die Nachfrage größerer Unternehmen in der Region nach Möglichkeiten des Schienengüterverkehrs ist enorm gestiegen. Der Containershuttle-Zug von Coevorden bis Malmö/Stockholm steht kurz davor, auf 5 Zugumläufe pro Woche ausgebaut zu werden. Nachhaltigkeit beim Transport ist für viele Unternehmen überlebenswichtig geworden. Europas großer Stärkehersteller, die Firma Avebe aus den Niederlanden, nutzt bereits seit vielen Jahren die Bentheimer Eisenbahn für den klimafreundlichen Transport ihrer Produkte. Daneben hat die erfolgreiche Einführung des Regiopa gezeigt, dass die Grafschafter neuen Mobilitätsangeboten offen gegenüber stehen und diese auch rege in Anspruch nehmen. Keiner hätte vorher gedacht, dass einmal mehr als 2.500 Fahrgäste pro Tag den Regiopa nutzen werden, so Hilbers. Die Bentheimer Eisenbahn plant derzeit den Aufbau neuer Multimodaler Terminals in der Grafschaft Bentheim, so z. B. in Nordhorn, in Gildehaus und im Europark in Laarwald. Dabei steht die Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft im Vordergrund. Daneben soll auch die Schieneninfrastruktur in den kommenden Jahren elektrifiziert werden. Damit sollen zukünftig nicht nur mehr Containerverkehre CO²-frei entwickelt werden, sondern auch konventionelle Verkehre in der Region wachsen. Auch z. B. palettierte Ware sollte über lange Entfernungen per Eisenbahn transportiert werden und die letzte Meile dann mit einem Wasserstoff-LKW überbrückt werden, so Joachim Berends. Daneben plant die Bentheimer Eisenbahn derzeit mit verschiedenen Kunden in der Grafschaft den Bau von Anschlussgleisen. Eine neue Förderung des Bundes schafft sehr gute Voraussetzungen für mehr Schienengüterverkehr auch in der Grafschaft. Das Schienennetz ist ein erstklassiger Standortfaktor, sagt Hilbers. Die Wirtschaft braucht verlässliche Infrastrukturentwicklung, dafür wollen wir unseren Beitrag in der Region leisten, so Berends gegenüber Hilbers. Ziel ist dabei auch die verstärkte Zusammenarbeit mit Transportunternehmen in der Region. Die wirtschaftlichen Entwicklungen in den Niederlanden und in Deutschland, die sich weiter verändernde Wirtschaft, die Herausforderungen der Globalisierung und des Klimawandels stellen große Chancen für die Schiene und die Vernetzung zur Straße und damit für die Grafschaft dar, so Hilbers und Berends. Klimawandel fängt vor Deiner eigenen Haustür an, so Reinhold Hilbers. Er begrüße die Planungen der BE und die verstärkte Zusammenarbeit mit der hiesigen Transportwirtschaft. Wirtschaftswachstum, Klimawandel und soziale Gerechtigkeit schließen sich nicht aus, aber dafür müssen wir als politisch Verantwortliche gemeinsam mit den Unternehmern und Unternehmen der Region die richtigen Weichen stellen. Dass viele Maßnahmen erst mittel- bis langfristig greifen werden, verdeutlicht Hilbers noch einmal am Beispiel Wasserstoff. Die Entwicklung von Lieferketten für grünen Wasserstoff, der zudem am günstigsten in der Region mit kurzen Transportwegen produziert werden sollte, erfordert von allen Beteiligten noch ganz viel Mut und Durchhaltevermögen. Bei aller Euphorie zur Einführung von klimafreundlichen Technologien, stellen sich viele Maßnahmen als ganz besonders große Herausforderung dar, daher brauchen alle Beteiligten einen längeren Atem, und Politik muss durch Einsatz der begrenzten Ressource Steuereinnahmen die richtigen Schritte Richtung Klimawandel unterstützen, so Hilbers abschließend.